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Übung nach Störfallverordnung bei Fa. Nordseegas in Neunkirchen

 

Mit dem Befehl Übung beendet zum Abmarsch fertig ging am 08.11.08 gegen 17 Uhr die diesjährige Übung nach EU-Störfallverordnung zu Ende.

 

Es wurde angenommen, dass es auf dem Gelände der Nordseegas zu einer Explosion mit anschliessender Brandausbreitung gekommen ist. Über die Brandmeldeanlage ging bei der Kreisalarmzentrale eine Feuermeldung ein. Die kurze Zeit später eintreffenden Kräfte der Feuerwehr Neunkirchen Innenstadt fanden folgende Lage vor:

 

Brand von mehreren Gebäudeteilen, teilweise in Vollbrand. Brennende Materialien im Aussenbereich. 5 Personen im Gefahrenbereich. Durch austretendes Gas fand eine rasche Brandausbreitung statt. Hohe Hitzestrahlung erschwerte die Erstmassnahmen.Herumfliegende, brennende Teile entzündeten die Begrünung der Bodentanks. Berstende Gasflaschen Gefährdetenden die Bahnstrecke hinter dem Betriebsgelände. Zischende Geräusche deutenden auf einen Austritt von Flüssiggas hin. Eine Person ist in Richtung Wald geflüchtet.

 

Aufgrund der vorgefundenen Lage wurden sofort die Löschbezirke Wellesweiler und Wiebelskirchen nachalarmiert. Der Löschbezirk Wiebelskirchen baute eine Wasserversorgung auf. Schnell wurde erkannt dass man mindestens 3 Parallele Wasserversorgungen aufbauen muss und der Schlauchwagen SW 2000 aus Merchweiler angefordert.

 

Des weiteren wurden die technische Einsatzleitung des Landkreises Neunkirchen aus Ottweiler, die Fachberater des ABC-Zuges, der ABC-Zugführer, der Einsatzleitwagen des ABC-Zuges und das Messfahrzeug des ABC-Zuges alarmiert. Ebenfalls wurde der Notfallmanager der Bahn und alle Fachberater der betroffenen Firmen in den Stab der Einsatzleitung integriert und die Werkfeuerwehr Saarstahl mit ihrem Trockenlöschfahrzeug welches über 750 KG Löschpulver verfügt hinzugezogen. Ausserdem waren das DRK, das DLRG, das THW mit den Ortsverbänden Spiesen-Elversberg und Neunkirchen und die Polizei an der Übung beteiligt.

 

Nach und Nach trafen die Einsatzkräfte ein und wurden durch die technische Einsatzleitung koordiniert. Es wurden mehrere Einsatzbereiche gebildet, die wiederum ihren eigenen Bereichsleiter vor Ort hatten und ständig mit der Gesamteinsatzleitung kooperierten..

 

Durch den gezielten Einsatz von Personal und Gerätschaften gelang es den Brand einzudämmen und letztendlich zu löschen.

 

Im Anschluss an die Übung trafen sich alle Einsatzkräfte in den Räumen der Werksfeuerwehr Saarstahl Neunkirchen zu einen stärkenden Essen und einer kurzen Nachbesprechung.

 

Die Übungsleiter Kreisbrandinspekteur Werner Thom und der Leiter des Katastrophenschutzamtes Bernhard Hauprich dankten allen Übungsteilnehmern für ihr Engagement.

 

H.C.Klein

 

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Fotos:H.C.Klein

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