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Herzlich Willkommen auf der Internet Präsenz des Kreisfeuerwehrverbandes Neunkirchen e.V.

Bericht aus der SZ vom 05.08.09

Brand macht Haus zur Ruine

Ein weithin sichtbarer Rauchpilz alarmierte am Montagabend die Neunkircher. Am Kuchenberg war ein unbewohntes Gebäude in Brand geraten und sorgte für einen Großeinsatz der Feuerwehren.Der Einsatz der Neunkircher Feuerwehren in der Kuchenbergstraße gestaltete sich recht spekakulär, auch wenn aus dem unbewohnten Haus keine Menschen geborgen werden mussten. SZ-Redakteurin Solveig Lenz-Engel sprach mit dem Leiter der Neunkircher Feuerwache, Michael Breuer, über die Besonderheiten.

Von SZ-Mitarbeiter

Christopher Benkert

Wiebelskirchen. Eine gewaltige, etwa 150 Meter hohe Rauchsäule erhob sich am Montagabend über dem Neunkircher Stadtteil Wiebelskirchen. Ganz unten am Fuß des Kuchenbergs brannte ein leerstehendes Wohnhaus. „Das Haus stand von Anfang an in Vollbrand, vom ersten Stock bis unters Dach“, teilte der Neunkircher Wehrführer Ingo Wagner mit. Entwarnung konnte er aber schnell geben: „Im Gebäude befanden sich keine Personen mehr.“ Das Haus ist seit fast 20 Jahren unbewohnt.

Viele Anwohner scharten sich um die Einsatzstelle in der Kuchenbergstraße herum, an der ab 20.15 Uhr Hochbetrieb in Sachen Brandbekämpfung herrschte. „Flammen schlugen aus dem Dach und aus den Fenstern, überall war Rauch“, beschreibt Anwohnerin Doris Steigner die Szenerie. Karl Haldy lobt die Feuerwehr, denn die „war außerordentlich schnell vor Ort, das war optimal!“

Dass die Feuerwehr so schnell am Brandort war, lag an dem glücklichen Umstand, dass der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt mit zwei seiner Löschfahrzeuge und der Drehleiter gerade mit einer Übung beginnen wollte. „Schneller ging nicht mehr“, meint Löschbezirksführer Uwe Uhl zufrieden, denn bereits wenige Minuten nach Alarm traf der Löschzug aus Neunkirchen am Einsatzort ein, dicht gefolgt von den Löschbezirken Wiebelskirchen und Hangard.

Zwar kam es kurz nach Eintreffen der ersten Einheiten zu einer so genannten Rauchgasdurchzündung, die fast das ganze Dach in Flammen setzte, aber laut Uhl „war das Feuer im Großen und Ganzen schnell unter Kontrolle“. Neben dem gezielten Löscheinsatz mit Löschschaum und dem Wasserwerfer der Drehleiter aus Neunkirchen kam den Einsatzkräften auch zu Gute, dass das brennende Haus fast vollkommen entkernt ist. So verbrannten schnell alle Decken im Haus, was das Löschen zwar erleichterte, jedoch auch Einsturzgefahr bedeutete. „An einen Innenangriff bei diesem Brand war daher nicht zu denken“, so der Wiebelskircher Löschbezirksführer Stefan Enderlein. Nur von außen konnte der Brand bekämpft werden. Das kostete viel Zeit, genauso wie das mühsame Abdecken des Daches und das Entfernen der Dachsparren mit Hilfe der Drehleiter. Die Löscharbeiten dauerten bis nach Mitternacht an, über Nacht musste eine Brandwache vor Ort bleiben, um das mittlerweile hohle und ausgebrannte Haus in der gesperrten Kuchenbergstraße abzusichern.

Die Nachlöscharbeiten liefen auch gestern noch weiter. In Sachen Brandursache tappt man derzeit noch im Dunkeln, wegen der Einsturzgefahr konnten die Experten noch nicht zur Ausbruchsstelle vordringen. Wie Polizei-Sprecher Georg Himbert gestern mitteilte, befanden sich aber weder Gas- noch Elektroleitungen in dem Haus, was Brandstiftung nahelege.

 

Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 05.08.09 Lokalausgabe Neunkirchen

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Fotos: Fotodokumentation Kfv-NKe.V.  (H.C.Klein)