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Herzlich Willkommen auf der Internet Präsenz des Kreisfeuerwehrverbandes Neunkirchen e.V.

Rückblick Fahrsicherheitstraining 2009

Fahrsicherheitstraining des KFV Neunkirchen

 

Die Sicherheit der Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen ist das höchste Ziel des Kreisfeuerwehrverbandes Neunkirchen. Hierzu gehört auch der sichere Umgang mit den anvertrauten Geräten und Fahrzeugen. Gerade Einsatzfahrten unter Inanspruchnahme von Sonderrechten stellen eine besondere Stresssituation für alle Beteiligten dar. Vor diesem Hintergrund ist die einwandfreie Beherrschung der Fahrzeugtechnik ebenso bedeutsam wie das schnelle und gezielte Handeln in kritischen Verkehrssituationen. Dies bedeutet in der alltäglichen Praxis, dass die Fahrer neben der Routine auch über Erfahrungen im sicheren Umfang bei außergewöhnlichen Ereignissen im Straßenverkehr verfügen müssen. Im Rahmen der Förderung von Schulung und Ausbildung der Feuerwehrangehörigen bot der Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen für seine Mitglieder im Jahr 2009 wieder ein Fahrsicherheitstraining für Feuerwehrfahrzeuge an. Die insgesamt vier Veranstaltungen mit jeweils einem siebenstündigen Grundkurs wurden in Kooperation mit dem ADAC Saarland e.V. auf dem Kirmesplatz in Wiebelskirchen durchgeführt. Entsprechend dem Learning by doing wurden die Teilnehmer langsam an die psychischen und technischen Grenzen herangeführt. Dabei bekamen die Teilnehmer gezeigt was man mit einem Großfahrzeug alles machen kann und was man nicht machen sollte. Eine wichtige technische Einrichtung in neueren Einsatzfahrzeugen ist das Antiblockiersystem (ABS), dessen Möglichkeiten den Teilnehmern näher gebracht wurden und im Vergleich mit Fahrzeugen ohne ABS demonstriert wurde. Aus den Erfahrungen der Teilnehmer bei Einsatzfahrten wurden Probleme deutlich, die wohl jeder bereits selbst einmal gemacht hat. So ist das Problem oftmals nicht die eigentliche Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn, sondern die anderen Verkehrsteilnehmer, die nicht wissen wie man sich richtig verhalten soll. In keiner Fahr- bzw. Verkehrsschule wird das Verhalten beim Einsatz von Fahrzeugen mit Sonderrechten geübt. Auch Sound-Systeme in Pkw stellen erhebliche Probleme dar, da die Martins- bzw. Starktonhörner/Pressluftfanfaren durch die Lautstärke der Musik im Fahrzeug oftmals nicht mehr wahrgenommen werden. Wichtig für die Fahrsicherheit ist auch die Einstellung von Spiegel und Fahrersitz sowie das richtige Anlegen des Sicherheitsgurtes. Im praktischen Training wurde das richtige Bremsen intensiv geübt. Dabei wurde es schon richtig ernst als der Trainer plötzlich und völlig unvorbereitet eine Pylone vor das Fahrzeug warf, dessen Fahrer sofort reagieren und damit Bremsen musste. Neben der Zielbremsung bietet das Ausweichen eine weitere Möglichkeit zur schnellen Reaktion auf Gefahrensituationen im Straßenverkehr. Zum Abschluss des praktischen Trainings erfolgte pro Teilnehmer eine Einsatzfahrt unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten vom wenige Hundert Meter entfernten Feuerwehrgerätehaus in den Parcours auf dem Kirmesplatz. Im Feuerwehrgerätehaus Wiebelskirchen erfolgte die Abschlussbesprechung. Dabei waren sich alle Beteiligten einig, dass die Psyche bei dem Training extrem belastet wurde, insbesondere zum Schluss auch bei der Einsatzfahrt. Die Teilnehmer hatten viel Lob über das doch sehr anstrengende Fahrsicherheitstraining und stellten fest, dass sie sehr viel dazu gelernt hatten, d.h. alle waren begeistert von den vielen praktischen Erfahrungen und äußersten den Wunsch nach einer Wiederholung spätestens nach zwei Jahren. Wichtiges Ziel sei es, dass es großen Spaß gemacht hat und man über die vielen Reaktionen überrascht war, sagte Fahrsicherheitstrainer Rüdiger Haupt. Abschließend zeigte sich auch Kreisbrandinspekteur Werner Thom beeindruckt von den Fahrleistungen und freute sich über das Engagement seiner Floriansjünger. Brandmeister Horst Malter, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Neunkirchen, betonte beim Verteilen der Teilnahmebescheinigungen noch einmal die Bedeutung der Sicherheit für den Schutz der Feuerwehrangehörigen, die ihren Dienst für die Allgemeinheit ehrenamtlich verrichten.

Quelle: Dipl. Pflegewirt (FH) Holger Scholl, Redakteur RETTUNGSDIENST, IM EINSATZ, 112 MAGAZIN im SK-Verlag

 

Bericht mit freundlicher Genehmigung von Holger Scholl