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"Furpach. Gegen 20 Uhr am Samstag, 17. Oktober, teilte der Gastwirt der Reiterklause in Furpach der Leitstelle Neunkirchen über Notruf mit, dass er im Untergeschoss seiner Gaststätte, eine starke Rauchentwicklung wahrnehmen könne Ferner höre er jemanden um Hilfe rufen. So sah die Ausgangslage für die Jahreshauptübung 2009 der freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen an der Furpacher Reitanlage aus. Einziger Unterschied zum fiktiven Szenario war die Uhrzeit, statt 20 Uhr war es am vergangenen Samstag erst 15 Uhr als im Stadtteil Furpach die Sirenen aufheulten und Minuten später die Martinhörner von 17 Einsatzfahrzeugen von Feuerwehr und THW durch die Straßen hallten.
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Die Anfangs überschaubare Lage eskaliert kurz nach dem Eintreffen der ersten Einheiten, eine sogenannte Durchzündung weitet das Feuer von der Gaststätte auf die beiden großen Reithallen aus. Aufgrund dieser Entwicklung werden alle acht Neunkircher Löschbezirke und das Technische Hilfswerk nach Furpach alarmiert.
Rund um den Reitstall kommen über 130 Feuerwehrleute und THW-Helfer zusammen. Zwei Wasserwerfer, sowie zahllose Strahlrohre, ergießen ihr Wasser über die Reithallen während im Gebäudeinneren noch Feuerwehrleute unter Atemschutz nach Verletzten suchen. Geschäftiges Treiben herrscht vom Gutsweiher bis zum Wallratsroth und vom Gutshof bis an den Festplatz.
Neben ranghohen Feuerwehrleuten wie dem Neunkircher Wehrführer Ingo Wagner und dem Kreisbrandinspekteur Werner Thom besuchte auch Jürgen Fried, zum ersten Mal in seinem neuen Amt als Oberbürgermeister Neunkirchens, die Großübung rund um die Reitanlage. Fried zeigte sich bei seinem Rundgang interessiert: "Es freut mich sehr zu sehen wie leistungsfähig die Neunkircher Wehrmänner und -frauen sind und wie engagiert sie an ihre Arbeit gehen!" Auch ließ er sich durch Neunkirchens Wehrführer Wagner die aktuellen Probleme seiner Feuerwehr schildern.
"Derzeit fehlt Neunkirchens Feuerwehr ein Einsatzleitwagen um komplexe und große Einsätze abwickeln und leiten zu können", schildert Wagner das Dilemma. Bei der Übung in Furpach musste so ein Fahrzeug samt Besatzung aus Ottweiler aushelfen und Übernahm die Koordinierung des Funkverkehres und des Einsatzgeschehens.
Nichts desto trotz war Wagner mit der Leistung seiner Floriansjünger zufrieden und auch Brandinspekteur Thom fand nur lobende Worte: "Neunkirchens Feuerwehr hat wieder einmal gezeigt das sie reibungslos zusammen arbeiten kann und auch großen Schadensereignissen gewachsen ist."
Nach rund eineinhalb Stunden ist das Feuer in der Reithalle unter Kontrolle und alle Personen sicher gerettet. Der Aufwand dazu war enorm, das Wasser musste vom Furpacher Gutsweiher über mehrere Leitungen heran geführt werden, zwischen Reithallen und Stallungen wurden Wasserwände 'hochgezogen' um eine Brandausweitung zu verhindern und eine Koppel musste improvisiert werden um die Pferde aus den Ställen aufnehmen zu können. Auch der Ortsverband Neunkirchen des THW war voll in das Einsatzgeschehen eingebunden, den Helfern in blau oblag das Ausleuchten der weitläufigen Einsatzstelle, denn laut Übungsplan war es ja schon 20 Uhr und damit stockdunkel. "Hand in Hand und ohne Probleme ging die Arbeit sowohl zwischen den einzelnen Löschbezirken als auch mit dem Technischen Hilfswerk" resümiert Wagner abschließend.
Bericht: mit freundlicher Unterstützung von Christopher Benkert
Fotos: H.C.Klein
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