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16.12.2011 Sturmtief Joachim streifte den Landkreis Neunkirchen

Von SZ Mitarbeiter Bernhard Schäfer

Kreis Neunkirchen

 

Sturmtief „Joachim“ hinterlässt auch Spuren im Landkreis Neunkirchen.

Sturmchäden Sp-Elv. 16.12.2011a

Sturmtief „Joachim“ fegte am Freitag mit Windböen von knapp 100 Stundenkilometern auch über den Landkreis Neunkirchen. Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits frühzeitig vor einem heftigen Sturm gewarnt. Das Sturmfeld des Orkantiefs erfasste das Saarland jedoch nicht vollständig, sodass die  Böen deutlich schwächer als erwartet ausfielen. Bis zum Mittag hatte sich die Sturmlage bereits entspannt.

Umgestürzte Birke in Elversberg

Dennoch wurden durch die Wucht des Windes im Kreisgebiet einige Bäume umgeweht.  So wurde beispielweise die Landstraße L 125 zwischen Bildstock und Landsweiler- Reden durch eine 20 Meter große Buche blockiert. Die Straße war etwa eine halbe Stunde gesperrt. Auch in Elversberg , Mainzweiler, Ottweiler und Uchtelfangen stürzten  Bäume um. Größere Schäden sind durch den Windbruch im Landkreis allerdings nicht entstanden.

  Sturmschäden Sp-Elv. 16.12.2011d Baum auf Telefonmast in Spiesen

 

Der Saarforst warnt noch vor Waldspaziergängen an diesem Wochenende. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich auch später noch Äste abbrechen können und runter stürzen“, so der Betriebsleiter des Landesbetriebs Hans Albert Letter auf Anfrage der SZ.  „ Der Boden ist auch durch den vielen Regen durchgeweicht und es besteht die Gefahr, dass Bäume auch ohne starken Wind einfach umstürzen“  so Letter weiter.  Wie groß die Sturmschäden in den Wäldern  im Landkreis sind kann er erst nächste Woche sagen.

Sturmschaden Joachim 16.12.2011-SchäferUmgestürzte Buche zwischen Bildstock                             und Landsweiler-Reden

 

 

 

 

 

Wie der Kreisbrandinspekteur Werner Thom auf Anfrage mitteilte, mussten die Feuerwehren im Landkreis bis zum Abend zu insgesamt 16 Einsätzen, verursacht durch Windbruch und Hochwasser ausrücken.

“Wir sind im Landkreis noch einmal glimpflich davon gekommen“ so Thom.

Im Eppelborn musste die Wehr am Nachmittag zu einer Personenrettung ausrücken. Eine 69 -jährige Frau versucht trotz vorhandener Absperrung einen Fußweg zwischen dem Gewerbegebiet Juchemstraße und der Ortsmitte Eppelborn zu passieren. Dieser Weg war bereits durch das Hochwasser der Ill überflutet. Die Seniorin schaffte  noch die Hälfte des Weges und geriet dabei immer tiefer in das Wasser und unterschätzte dabei die starke Strömung der Ill. Als sie sich umdrehen wollte, stürzte sie und blieb im Wasser liegen. Jugendliche, die sich in der Nähe befanden und das ganze beobachteten, alarmierten umgehend die Rettungskräfte. Ein Feuerwehrmann der auf der Anfahrt zum Gerätehaus war, kam an der Stelle vorbei. Er zögerte nicht lange und zog die Frau aus dem kniehohen Wasser. Außer einem Schreck bliebt sie unverletzt und wurde völlig durchnässt vom Rettungsdienst nach Hause gebracht.

Hochwasser WBK 012011a       Hochwasser WBK 012011d

Auch einige Straßen wurden durch den Starkregen kurzzeitig überflutet. An den Messstationen des Umweltministeriums im Ottweiler und Wellesweiler fielen bis zum Mittag zwischen 25 und 30 Liter Regen auf den Quadratmeter. Der Regen führte zu einem sehr schnellen Anstieg der Flusspegel im Landkreis.  So war bereits gegen Mittag der Kirmesplatz in Wiebelskirchen durch die Blies überflutet. ard

Quelle: Bernhard Schäfer SZ und SZ NK Lokalteil Neunkirchen vom 17.12.2011

Fotos: Bernhard Schäfer (1)

Fotodokumentation KFV NK-e.V (2). und deren Archiv(2) (H.C.Klein)

 

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