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Waldbrandgefahr steigt weiter
Die Feuerwehr in Neunkirchen bereitet sich mit einer Übung auf den Ernstfall vor
Seit Wochen hat es im Saarland nicht mehr ordentlich geregnet. Was für viele eine Wonne ist, bedeutet Stress für die Pflanzen und die Waldbrandgefahr steigt. In einer Übung bereitete sich die Feuerwehr auf den Ernstfall vor.
Von SZ-Mitarbeiter
Bernhard Schäfer
Neunkirchen. Regen ist derzeit bei uns Mangelware. Abgesehen von den vereinzelten Gewittern der letzten Tage, ist die Niederschlagsbilanz für den April sehr untypisch. Die anhaltende Trockenheit und die Hitze lassen die Gefahr von Waldbränden in Teilen des Saarlandes steigen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes herrscht in unserem Bundesland die zweithöchste Gefahrenstufe. Die Wetterprognosen für die nächsten Tage versprechen auch keinen Regen für die Region.
Trockenes Unterholz
Zwar besteht der größte Teil des saarländischen Waldes aus Mischholz und ist daher weniger gefährdet, aber das Unterholz und die Bodenvegetation sind sehr trocken und leicht brennbar. Im Landkreis Neunkirchen brannten in den letzten Wochen einige kleine Grasflächen und Unterholzbestände. Einen größeren Feuerwehreinsatz Mitte April verursachte ein Waldbrand in der Eifelstraße in Wellesweiler.
Grund genug für die Verantwortlichen der Feuerwehr Neunkirchen, eine Waldbrandübung durchzuführen. Unter der Übungsleitung von Brandmeister Torsten Herrmann aus dem Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt und Löschmeister Thorsten Mathieu aus Landsweiler-Reden fand die Übung am Montag statt. „Ein Waldbrand stellt immer eine hohe Anforderung an Mannschaft und Gerät dar“, so Hermann. Um 18 Uhr war Alarm für die Löschbezirke Innenstadt und Sinnerthal ausgelöst worden. Angenommen wurde ein Bodenfeuer in der Gemarkung „Kohlwald“ hinter den Bahngleisen in Sinnerthal. Die ersten Kräfte vor Ort erkannten schnell, dass weitere Verstärkung notwendig war.
Richtige Einsatztaktik
Zur weiteren Brandbekämpfung wurden nun die Feuerwehren Landsweiler-Reden und Wiebelskirchen hinzugezogen. „Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, bei einem solchen Einsatz die richtige Einsatztaktik zu wählen. Man muss die Ausbreitung des Feuers genau beobachten und die Feuerwehren entsprechend einsetzen“, sagte der Übungsleiter. Mit vierzehn Löschfahrzeugen und 90 Einsatzkräften rückten die Wehrleute dem angenommenen Brand zu Leibe. Nach der gut zweistündigen Übung waren alle Floriansjünger sehr erschöpft und hoffen, dass es in Zukunft nur bei einer Übung bleibt.
Quelle: Saarbrücker Zeitung Lokalteil Neunkirchen vom 05.05.2011 Foto: Fotodokumentation KFV-NK e.V.(H.C.Klein)
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